Das seit November im Bau befindliche Solarkraftwerk am Flughafen Natal in São Gonçalo do Amarante integriert Prinzipien des nachhaltigen Bauens und der Kreislaufwirtschaft, indem es rund 11.000 m³ Heißmischasphalt (HMA) wiederverwendet. Dieses Material ist ein Nebenprodukt des Asphaltfräsens und besteht aus Asphaltfragmenten und Zuschlagstoffen der Start- und Landebahninstandhaltung aus dem Jahr 2017. Normalerweise würde dieses Material entsorgt, wird es nun zur Einebnung und Stabilisierung des Bodens im Bereich der Photovoltaikanlage verwendet, wodurch der Bedarf an neuen natürlichen Ressourcen reduziert wird.
Die Lösung trägt direkt zur Verbesserung der Ebenheit und des Lichtreflexionsvermögens des Bodens bei – beides wesentliche Eigenschaften für die Effizienzsteigerung der im Projekt installierten bifazialen Module, die Strahlung von Vorder- und Rückseite aufnehmen. Durch den ebeneren Untergrund und die höhere Reflexion können die Paneele diffuses und reflektiertes Licht besser nutzen und so ihre Produktivität steigern. Dadurch wird eine Steigerung der jährlichen Energieerzeugung um schätzungsweise 6,5 % im Vergleich zu einer herkömmlichen Konfiguration auf natürlichem Untergrund erwartet.
Zu den Vorteilen dieser Fräsmaschine zählt, dass der Abbau und Transport von natürlichen Zuschlagstoffen entfällt, indirekte CO₂-Emissionen reduziert und der nachhaltige Kreislauf der Flughafenanlagen gestärkt wird, wodurch die Kreislaufwirtschaft gefördert wird. Darüber hinaus verringert die Wiederverwendung dieses Materials den Verbrauch von Primärrohstoffen wie Schotter und natürlichen Zuschlagstoffen, senkt die Emissionen entlang der Lieferkette und optimiert die Energiebilanz des Flughafengeländes. Dies stärkt die ESG-Agenda und die Umweltpolitik.
„Das Solarkraftwerkprojekt am Flughafen Natal steht voll und ganz im Einklang mit der Vision des Flughafens Zürich Brasilien, effiziente, widerstandsfähige und umweltverträgliche Flughäfen zu entwickeln und dabei Infrastruktur, Innovation und sozioökologische Verantwortung zu integrieren. Schon bald werden die Menschen in Rio Grande do Norte einen Flughafen mit 100%iger Energieautonomie haben.“„Das ist eine positive Einschätzung“, sagt Ricardo Gesse, CEO des Flughafens Zürich Brasilien.
Der Bau des Solarkraftwerks am Flughafen Natal läuft seit Ende November und soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 in Betrieb genommen werden. Das von dem in Rio Grande do Norte ansässigen Unternehmen WSO Solar errichtete Kraftwerk wird eine Kapazität von 5 MW haben. 11 Solarmodule werden neben dem Vorfeld des Flughafens installiert und können monatlich 1 Million kWh Strom erzeugen – genug Energie, um rund 6.800 Haushalte bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 150 kWh pro Monat zu versorgen. Die Investition in das Solarkraftwerk beläuft sich auf 25 Millionen R$ und wird von Zurich Airport Brasil, dem Konzessionär des Flughafens Natal, getätigt.
Zusätzlich zum Bau des Solarkraftwerks hat der Flughafen Zürich Brasilien eine Reihe von Nachhaltigkeitsinitiativen am Flughafen vorangetrieben, wie beispielsweise die Installation von 400-Hertz- und PCA-Systemen, die saubere Energie für Flugzeuge am Boden bereitstellen, den Einsatz fossiler Brennstoffe ersetzen und zur Dekarbonisierung des Luftfahrtsektors beitragen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Kreislaufwirtschaft ist das Abfallmanagement. Bis 2025 sollen über 90 % der am Flughafen anfallenden Abfälle nicht mehr auf Deponien landen. Diese Initiative beinhaltet auch eine Partnerschaft mit einer Recyclinggenossenschaft, wodurch Arbeitsplätze und Einkommen für Familien vor Ort geschaffen werden. Darüber hinaus entwickelt der Flughafen Initiativen zur Wassernutzung, um die Wassereffizienz zu steigern und den Verbrauch natürlicher Ressourcen zu reduzieren.
Diese Initiativen bekräftigen das Engagement des Flughafens Zürich Brasilien für einen effizienteren Betrieb, die Reduzierung der Umweltauswirkungen und die Schaffung eines langfristigen Mehrwerts für die Bevölkerung von Rio Grande do Norte, die Umwelt und den brasilianischen Luftfahrtsektor.
